Studium

Deutsch-russische, deutsch-kasachische und deutsch-ukrainische Doppelstudiengänge sowie Kooperationsprogramme

Eine der wichtigsten Aufgaben des Ostinstitutes Wismar bestand bislang darin, deutsche Juristen sowie Absolventen des Wirtschaftsrechts im russischen Recht zu schulen und auf den russischen Markt vorzubereiten, um internationalen und deutschen Unternehmen geeignetes Personal für Russian Desks oder für Unternehmen (zum Beispiel Tochtergesellschaften) direkt vor Ort zur Verfügung zu stellen.

Seit dem 24. Februar 2022 ist nun alles anders: vor dem Hintergrund des Überfalls Russlands auf die Ukraine haben wir die Kooperationen mit den russischen Hochschulen und Universitäten auf Eis gelegt oder gekündigt, so etwa mit der juristischen Fakultät der Universität St. Petersburg. Abgesehen davon ziehen sich die meisten deutschen Unternehmen vom russischen Markt zurück, sodass auch hier kaum mehr Ausbildungsbedarf besteht. Vor diesem Hintergrund haben wir auch unseren Studiengang „Russisches und Internationales Wirtschaftsrecht“ unter ein Moratorium gestellt.

Umgekehrt wollen wir russischsprachigen Studierenden allerdings die Möglichkeit lassen, Wirtschaftsrecht in Wismar zu studieren und mit einem Master (LL.M.) abzuschließen. Dies gilt vor allem für Studierende aus Zentralasien und der Ukraine.

Darüber hinaus führt das Ostinstitut schon seit vielen Jahren zweiwöchige Fortbildungsprogramme für Postgraduierte (angehende Richter, Staatsanwälte, Vertreter der Anwaltschaft) aus Kasachstan, der Ukraine und Usbekistan durch.



Kooperationsprogramme

 

AUSGESETZT - Doppelstudiengang mit der Russischen Plekhanov-Wirtschaftsuniversität Moskau

Im Jahre 2017 wurde an der Hochschule Wismar für Masterstudierende des Wirtschaftsrechts einen Doppelstudiengang mit der Plekhanov-Universität in Moskau eingerichtet. Im Rahmen dieses Studienganges konnten deutsche Studierende des Wirtschaftsrechts nicht nur einen deutschen Abschluss (Master of Laws) erlangen, sondern darüber hinaus auch ein Diplom der russischen Universität (Master of Science).

Auch wenn sich dieser Studiengang bei deutschen Studierenden großer Beliebtheit erfreute, wurde er in der ersten Märzwoche 2022 vor dem Hintergrund des Überfalls Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 auch nach Rücksprache mit den Gremien der Hochschule Wismar ausgesetzt. Dementsprechend ist die Aufnahme dieses Studienganges zurzeit nicht mehr möglich.

Nur der Information halber finden Sie anbei Links zu Studienordnung und bisherigem Kooperationspartner.

Der Studiengang Deutsches und Internationales Wirtschaftsrecht, der sich vor allem russischsprachige Studierende wendet und mit welchem ein deutscher Master im Wirtschaftsrecht angestrebt werden kann, bleibt jedoch weiter bestehen. Er richtet sich insbesondere an Studierende aus der Ukraine und aus den zentralasiatischen Staaten.

Informationen über den Studiengang

Plekhanov-Universität

Der Studiengang für russischsprachige Studierende heißt „Deutsches und internationales Wirtschaftsrecht

 

AUSGESETZT - Austauschprogramme mit der Sankt Petersburger staatlichen Wirtschaftsuniversität

Genauso wie der Doppelstudiengang mit der Russischen Plekhanov-Wirtschaftsuniversität Moskau ausgesetzt wurde, so werden auch die Kooperationen mit der Sankt Petersburger staatlichen Wirtschaftsuniversität vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine bis auf weiteres ausgesetzt. Der Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern findet nicht mehr statt genau so wenig, wie die gegenseitige Teilnahme an Seminaren und Veranstaltungen.

 

 

Sonstige Studienkooperationen mit der Ukraine und Kasachstan

Bereits lange vor dem Überfall Russlands auf die Ukraine haben wir mit ukrainischen Universitäten und Hochschulen, so insbesondere in Charkiw und Odessa Hochschulkooperation geschlossen und Doppelstudiengänge durchgeführt. Tatsächlich haben bereits neun ukrainische Studierende seit dem Jahr 2018 einen Master im Wirtschaftsrecht (LL.M.) im Rahmen des für russischsprachige Studierende geschaffenen Studienganges „Deutsches und internationales Wirtschaftsrecht“ einen deutschen Master Wirtschaftsrecht (LL.M.) erworben.

Wir beabsichtigen diese Kooperationen noch weiter zu intensivieren und in Hinblick auf Zentralasien und den Kaukasus sowie auf die baltischen Staaten auszudehnen. Zurzeit bestehen folgende Kooperationen:

Kasachstan:

Kasachische Nationale al-Farabi-Universität, Almaty

     Beschreibung der Al-Farabi-Universität

Kaspische Universität, Almaty

Kasachische staatliche juristische Universität (Nurikbayev-KAZGUU)

Ukraine:

W.-N.-Karasin-Universität, Charkiw

Jaroslaw der Weise Nationale juristische Universität, Charkiw

Staatliche Universität für innere Angelegenheiten, Odessa

Im Rahmen dieser Kooperationen können allerdings deutsche Studierende keinen Abschluss an den ukrainischen Universitäten ablegen.

Der Studiengang für russischsprachige Studierende heißt „Deutsches und internationales Wirtschaftsrecht